Wilde Tiere in den Schwalmauen
Ausflugs- und Lernangebot für Kinder:
Afrikanische Tiere in den Schwalmwiesen
Hygienevorschriften und Abstandsregelungen bestimmen Anfang 2020 unseren Alltag.
Es gibt wohl kaum einen Lebensbereich, der nicht von der Krise betroffen ist. Auch unser Reise- und Freizeitverhalten hat sich der Situation angepasst. Liebgewonnene Reiseziele, Freizeiteinrichtungen, Institutionen und Events werden mit Blick auf mögliche Menschenansammlungen gemieden.
Die Krise auf der einen Seite bietet manchmal aber auch Chancen auf der anderen Seite. Regionen und Ausflugziele, die sonst eher eine untergeordnete Rolle bei der Freizeitplanung spielen, rücken nun ins Blickfeld. In diesem Kontext sind Ideen und Lösungen gefragt, die einen gewissen Erlebniswert bieten und dabei gleichzeitig die Voraussetzungen erfüllen, dass man sich im Bedarfsfall im wahrsten Sinne des Wortes gegenseitig aus dem Weg gehen kann.
Raus aus der Stadt, rein ins Land, raus aus dem Erlebnispark rein ins Grüne heißt die Devise!
Es gibt wohl kaum einen Lebensbereich, der nicht von der Krise betroffen ist. Auch unser Reise- und Freizeitverhalten hat sich der Situation angepasst. Liebgewonnene Reiseziele, Freizeiteinrichtungen, Institutionen und Events werden mit Blick auf mögliche Menschenansammlungen gemieden.
Die Krise auf der einen Seite bietet manchmal aber auch Chancen auf der anderen Seite. Regionen und Ausflugziele, die sonst eher eine untergeordnete Rolle bei der Freizeitplanung spielen, rücken nun ins Blickfeld. In diesem Kontext sind Ideen und Lösungen gefragt, die einen gewissen Erlebniswert bieten und dabei gleichzeitig die Voraussetzungen erfüllen, dass man sich im Bedarfsfall im wahrsten Sinne des Wortes gegenseitig aus dem Weg gehen kann.
Raus aus der Stadt, rein ins Land, raus aus dem Erlebnispark rein ins Grüne heißt die Devise!
Das Hochwasserrückhaltebecken in der Schwalm-Aue mit seinen verzweigten Wegen in Schwalmstadt drängt sich hier geradezu auf. Allerdings fehlt es an einem zusätzlichen Motivationsgeber, um Menschen im Umfeld für einen Ausflug nach Schwalmstadt zu bewegen. Tiere sind da immer ein funktionierendes Thema.
Seit dem 28. August 2020 und noch bis zum Ende der hessischen Herbstferien zieren 10 verschiedene Savannentiere die Schwalmwiesen zwischen Treysa und Ziegenhain - von Nashorn und Elefant über Erdmännchen und Strauße bis hin zu Löwen und Affen.
Das Freizeit- und Lernangebot richtet sich in erster Linie an junge Familien oder Großeltern mit ihren Enkelkindern. Es ist darüber hinaus besonders geeignet für Kindergartengruppen und Grundschulklassen, die zusammen mit ihren Erzieherinnen und Lehrern einen Ausflug unternehmen möchten. Gerade in einer Zeit, in der das Reisen problematisch ist, können Erkundungstouren in der heimischen Natur aber auch grundsätzlich für jeden eine interessante Abwechslung bieten.
Startpunkt in den Rundkurs kann beispielsweise die Schwalm-Brücke in der Ziegenhainer Festungsstraße (Avia-Tankstelle Weckesser) sein. Das Angebot läuft noch bis zum Ende der hessischen Herbstferien 2020. Es kann jeden Tag rund um die Uhr kostenfrei besichtigt werden.

Gute Nachrichten für Familien, Naturfans und Entdecker: Ab dem 23. Juli bis 31. Oktober findet auch in diesem Jahr wieder die beliebte Schwalm-statt-Safari in Schwalmstadt statt! Entlang eines abwechslungsreichen Rundwegs können Groß und Klein wieder auf sprichwörtliche „Spurensuche“ gehen und unterschiedlichste, lebensgroße Tierfiguren in der Natur bewundern. Aufgrund mehrerer äußerer Rahmenbedingungen startet das beliebte Familienangebot in diesem Jahr etwas später als ursprünglich vorgesehen und mit einer neuen Routenführung. Der Grund für die neue Route liegt an erforderlichen Bauarbeiten an der Schwalmbrücke mitten im Rückhaltebecken: Ab Mitte August wird die dortige Brücke komplett neu gebaut. Um die Sicherheit aller Spaziergänger zu gewährleisten und Konflikte mit dem Baustellenverkehr zu vermeiden, wurde der Verlauf der Safari vorausschauend angepasst. Auch musste ein Wegabschnitt im Bereich des Stauwehrs Treysa aufgrund des Befalls mehrerer Eichen mit dem Eichenprozessionsspinner aus der Routenführung herausgenommen werden. Da wir uns in dem Rückhaltebecken in einem natursensiblen Bereich befinden, musste der neue Verlauf und die Standorte zunächst mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt werden. Das Ergebnis dieser geänderten Rahmenbedingungen ist ein neuer, erweiterter Rundweg, der die Schwalm an zwei Punkten quert – wie gewohnt am Stauwehr in Treysa und dieses Mal in Ziegenhain an der Brücke in der Festungsstraße. Hierdurch haben Besucher der Safari in diesem Sommer die Möglichkeit, auf ihrem Rundweg einen Abstecher in die Festung Ziegenhain und/oder zum Segelflugplatz auf ihrer Route mit einzuplanen. Die Stadt Schwalmstadt freut sich darauf, schon bald wieder zahlreiche kleine und große Entdeckerinnen und Entdecker auf Safari in den Schwalmauen begrüßen zu dürfen. Neben dem Suchspaß nach den Tieren gibt es auf Informationstafeln wieder spannende Fakten über die heimische und exotische Tierwelt zu lernen. „Wir freuen uns sehr, dass wir die Schwalm-statt-Safari trotz der anstehenden Bauarbeiten an der Brücke mit einer abwechslungsreichen Streckenführung anbieten können.“, so Bürgermeister Kreuter.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Nachricht von der Schließung der Geburtshilfe sowie der Gynäkologie zum 1. Januar 2027 führt zu großer Verunsicherung und Sorge bei den Menschen in Schwalmstadt und der Region, da sich diese spürbar auf die regionale Daseinsvorsorge auswirken wird. Eine Schließung einer Geburtshilfestation ist – gerade in der heutigen Zeit, in der wir einen rückläufigen Geburtentrend haben – ein kommunikativ fatales Signal an die Menschen in der Region, welches weit über Paragraphen und Kostenrechnung hinaus wirkt. Einerseits sagt die Politik den Menschen, dass es zu wenig Kinder gibt und versucht, ihre Entscheidung positiv zu beeinflussen, andererseits begründet die Politik dann die Einschränkung einer wichtigen Infrastruktur für Kinder und werdende Eltern mit diesem rückläufigen Trend. Aus diesem Blickwinkel ist diese Entscheidung nicht nur nicht nachzuvollziehen, sondern mittel- bis langfristig wahrscheinlich sogar kontraproduktiv. Aus Sicht des jeweiligen Krankenhauses und seiner Leitung stecken die Träger (egal ob privat oder öffentlich) beim Thema Geburtshilfe ein Stück weit in einem Dilemma. Einerseits gibt es einen rückläufigen Trend von Geburten in Ziegenhain, hier hat Asklepios versucht, mit verschiedenen Maßnahmen entgegenzusteuern. Dieses Gegensteuern von Asklepios möchte ich auf diesem Wege ausdrücklich auch anerkennen. Zusätzlich zu diesem rückläufigen Trend habe ich verstanden, dass lt. Pressemitteilung von Asklepios die „deutlich angehobenen strukturellen Anforderungen an die Vorhaltung der Geburtshilfe mit Inkrafttreten der Krankenhausreform ausschlaggebend“ waren. Die Krankenhausreform wurde von der Bundesregierung beschlossen - die Krankenhausplanung ist Aufgabe des Landes Hessen, welches die Aufgabe hat, die flächendeckende medizinische Versorgung sicherzustellen. Wichtig hierbei ist, dass bei dieser Planung die grundgesetzliche Verpflichtung zur Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen (Art. 72 GG) beachtet wird – hierzu gehört für mich auch, dass die Besonderheiten des „ländlichen Raumes“ hier nicht nur in Sonntagsreden, sondern auch in der tatsächlichen, konkreten Politik berücksichtigt werden. Die Berücksichtigung des ländlichen Raums in dem „konkreten Handeln“ ist die Forderung von mir als Bürgermeister der Stadt Schwalmstadt an die Landesregierung sowie die Bundesregierung – da ich nicht den Eindruck habe, dass dies tatsächlich ausreichend erfolgt. Der Wert einer medizinischen Leistung kann nur schwer in Zahlen gemessen werden, denn hinter jeder Leistung steht ein Patient bzw. Mensch. Dennoch müssen die finanziellen Rahmenbedingungen für die medizinischen Leistungen gesetzt werden, auf der Einnahmen- wie auch auf der Ausgabenseite. Ein Krankenhaus muss wirtschaftlich arbeiten, hierzu gehört aber auch ein staatliches System, welches die richtigen Prioritäten bei dem Umfang und der Verteilung der medizinischen Leistungen setzt. Hinsichtlich der Zentralisierung von medizinischen Angeboten möchte ich In diesem Kontext auf die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung hinweisen. Während eine Zentralisierung und Spezialisierung bei planbaren Eingriffen – wie etwa Knie- oder Hüftoperationen – fachlich sinnvoll, effizient und nachvollziehbar ist, gilt dies nicht für eine Grundversorgung wie z.B. die Geburtshilfe. Das Vorhalten der flächendeckenden, medizinischen Grundversorgung ist eine gemeinsame Aufgabe des Bundes und des Landes Hessen, gerade um das im Grundgesetz verankerte Gebot gleichwertiger Lebensverhältnisse (Art. 72 GG) zu gewährleisten. Ob es noch eine Aussicht gibt, die Geburtshilfestation über den 31.12.2026 hinaus zu betreiben, vermag ich nicht einzuschätzen. Unabhängig von dieser Hoffnung möchte ich darauf hinweisen, dass wir im Falle eines Wegfalls der Geburtenstation in Ziegenhain weiterhin neben Fritzlar und Kassel insbesondere mit Marburg eine sehr gute Universitätsklinik in der näheren Umgebung haben, die ein umfassendes und sehr gutes ärztliches Leistungsangebot insbesondere für Babys/Kinder sowie die Geburtshilfe rund um die Uhr bereitstellt. Dies ist kein 100%iger Ersatz für eine wohnortnahe Versorgung, aber weiterhin das Signal für die Menschen in Schwalmstadt sowie für Menschen, die überlegen hierher zu ziehen, dass es weiterhin eine gute ärztliche Versorgung in Schwalmstadt und der weiteren Umgebung gibt. Abschließend möchte ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geburtshilfe und Gynäkologie am Standort Ziegenhain ausdrücklich „Danke“ sagen. Die Beschäftigten haben über viele Jahre hinweg hervorragende Arbeit geleistet und unzählige Familien – so auch unsere - in dieser besonderen Lebensphase mit hohem persönlichem Einsatz professionell und einfühlsam begleitet. Mit freundlichen Grüßen Tobias Kreuter Pressemitteilung von Asklepios „Einstellung der Leistungsgruppen Geburtshilfe und Gynäkologie“



